Schutzmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in Osteuropa stetig aus. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) gibt auf seiner Internetseite Empfehlungen, welche Maßnahmen im Falle eines Ausbruchs in Deutschland getroffen werden sollten.

Dienstag 19 September 2017 (vor 2 Monate 25 Tage)

Seit 2014 tritt die Afrikanische Schweinepest in den EU-Mitgliedsstaaten Litauen, Polen, Lettland und Estland bei Wild- und Hausschweinen auf. Dann meldete am 27. Juni 2017 die Tschechische Republik erste Fälle von ASP bei Wildschweinen an der Grenze zur Slowakei. Am 31. Juli 2017 wurde der Ausbruch von ASP bei einem Hausschwein in Rumänien bestätigt. Der betroffene landwirtschaftliche Betrieb liegt nahe an der Grenze zur Ukraine, dort wird ASP häufiger festgestellt.

Der Ausbruch von ASP in der Tschechischen Republik ist nach den bisherigen Ermittlungen durch Menschen verursacht worden. Vermutlich wurden Lebensmittel (beispielsweise Fleisch, Salami oder Ähnliches), die mit ASP kontaminiert waren, am Straßenrand weggeworfen und dort von den Wildschweinen gefressen. Diese Art der Verschleppung der Seuche ist auch für Deutschland gefährlich. Deshalb hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) an Tank- und Raststellen ausgewählter Autobahnen Warnhinweise anbringen lassen.

Empfehlungen für Jäger

Angesichts des aktuellen ASP-Seuchenverlaufes in Europa fordert das FLI insbesondere die Jägerschaft auf, ein vermehrtes Auftreten von Fallwild (Schwarzwild) der zuständigen Behörde zu melden und geeignete Proben (vor allem Blut, Lymphknoten, Milz, Lunge) amtlich abklären zu lassen.

Für den Fall eines ASP-Ausbruchs in Deutschland gibt das FLI in seinem Informationsblatt Jägern Empfehlungen für Maßnahmen in gefährdeten Bezirken, zur Biosicherheit sowie zur Bergung und Entsorgung von toten Wildschweinen. Auf der Internetseite des FLI kann das Informationsblatt "Maßnahmen im Falle eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen" vom 10.08.2017 heruntergeladen werden.

September 2017/ BMEL/ Deutschland.
http://www.ble.de

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