Lesen Sie diesen Artikel in:

Postpartale Überlebensrate: Ferkel, Plazenta und Nabelschnur im Fokus

Die Ergebnisse dieser Studie weisen darauf hin, dass unter anderem die plazentare Austauschfläche und das Gewicht der Plazenta die Überlebensrate neugeborener Ferkel beeinflusst.

Mittwoch 11 März 2015 (vor 3 Jahre 2 Monate 9 Tage)

Das fetale Wachstum ist stark von der Plazenta abhängig und das Geburtsgewicht der Ferkel ist eng mit der Mortalitätsrate assoziiert, soviel ist bekannt. Allerdings gibt es wenig Literatur zur Rolle der Plazenta in Bezug auf die Mortalitätsrate von neugeborenen Ferkeln.

Das Ziel dieser Studie war es daher, den Einfluss der plazentaren Austauschfläche, des Gewichts der Plazenta sowie des Zustandes der Nabelschnur und Geburtsparameter der Ferkel wie Blutwerte, Vitalitätsindex und Geburtsgewicht auf die Mortalitätsrate der neugeborenen Ferkel zu evaluieren.Die lebendgeborenen Ferkel von 26 Sauen (Landrasse) wurden während der Säugezeit überwacht und Blutwerte bei den Ferkeln und aus der Nabelvene ermittelt. Weiterhin wurde das Plazentargewicht und die Größe der plazentare Austauschfläche dokumentiert.

Von den 386 lebend geborenen Ferkeln starben 16,8% vor der fünften Lebenswoche, davon 78,5% innerhalb der ersten drei Lebenstage.Die Laktatwerte der verstorbenen Ferkel waren erhöht (P=0,003), die Hämoglobinkonzentration und der Hämatokritwert war dagegen im Vergleich mit den überlebenden Ferkeln erniedrigt (P < 0.001).Eine beschädigte Nabelschnur bei Geburt führte zu einem reduzierten Vitalitätsindex im Vergleich zu Ferkeln, die mit intakter Nabelschnur geboren wurden (P=0,021) und das Risiko während der Säugezeit zu versterben, war erhöht (P=0,050). Die verstorbenen Ferkel wiesen ein reduziertes Körpergewicht und einen erniedrigten Body Mass Index auf, die plazentare Austauschfläche (P < 0.001) und das Plazentagewicht (P = 0.020) waren ebenso geringer als bei den überlebenden Ferkeln.Die plazentare Austauschfläche und Geburtsgewicht waren negativ mit der Anzahl lebendgeborener Ferkel je Wurf korreliert. Die am ersten Lebenstag ermittelten Blutspiegel von Immunglobulin G und Albumin waren bei den in der Säugezeit verstorbenen Ferkeln erniedrigt (P < 0.01). Weiterhin konnte festgestellt werden, dass der Albumin-Blutspiegel positiv mit der plazentaren Austauschfläche korreliert war (P < 0.001).

Daraus schließen wir, dass die folgenden, am ersten Lebenstag erhobenen Werte mit einem erhöhten Risiko für Ferkelsterblichkeit assoziiert sind: das Plazentargewicht, die plazentare Austauschfläche, der Zustand der Nabelschnur, das Geburtsgewicht sowie die Laktat- Hämoglobin- und Hämatokritwerte im Blut und die Konzentration der Immunglobuline G sowie Albumin.

Diese Ergebnisse deuten auf eine durch die Uteruskapazität beschränkte maximale Wurfgröße sowie den Einfluss der plazentaren Austauschfläche und des Plazentargewichts auf die Überlebensrate der Ferkel hin.

 

Post partum deaths; piglet, placental, and umbilical characteristics. V. Rootwelt, O. Reksen, W. Farstad and T. Framstad. J Anim Sci. March 12, 2013 doi: 10.2527/jas.2012-5531

Abstracts

Kommentare zum Artikel

Dieser Bereich ist nicht dazu bestimmt, Autoren über ihre Artikel zu befragen, sondern bietet Platz für eine offene Diskussion unter den 3drei3.de Nutzern.

Zugang nur für registrierte 333 Nutzer. Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.

Kein registrierter Benutzer bei 333?AnmeldenZugang zu Schweinepreisen und vielem mehr
Schnell und kostenlos
Sind Sie registriert in 333?LOGINWenn Sie Ihr Passwort vergessen haben, klicken Sie hier

tags