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Kopfform von Ferkeln lässt auf intrauterine Wachstumsverzögerung schliessen

Die vorliegende Studie zeigt, dass die Physiologie von Ferkeln in der kolostralen Phase durch den IUGR-Status bei Geburt beeinflusst wird und das der Intermediärstoffwechsel durch unterschiedliche Kolostrumaufnahme verändert wird.

Mittwoch 17 September 2014 (vor 3 Jahre 7 Monate 4 Tage)

Die zunehmenden Wurfgrößen der modernen Hochleistungsrassen haben zu einem höheren Anteil kleiner Ferkel geführt. Bei einigen von Ihnen kommt es zu intrauteriner Wachstumsverzögerung (IUGR) verschiedenen Schweregrades. Das Ziel dieser Studie war es, die Physiologie der betroffenen Ferkel zu untersuchen. Weiterhin sollte festgestellt werden, inwiefern diese Ferkel in der Lage sind, Kolostrum aufzunehmen und einen Zusammenhang zwischen dem Schweregrad der IUGR und dem Bedarf einer oralen Substitution von Kolostrum in der kolostralen Phase herzustellen.

Die Ferkel wurden bei der Geburt aufgrund der Kopfmorphologie in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Entweder wurden sie als "normal", "geringgradig wachstumsverzögert" (m-IUGR) oder "hochgradig wachstumsverzögert" (s-IUGR) kategorisiert. Es wurden bei der Geburt und nach 12 Stunden Blutproben genommen und die Kolostrumaufnahme innerhalb von 12 12-Stunden-Intervallen gemessen. Weiterhin wurden Metabolite im Blut bei 0 und 24 Stunden gemessen. 24 Stunden nach der Geburt wurden Ferkel mit einem Körpergewicht unter 900 g sowie das Ferkel, das in der Mitte der Geburtsreihenfolge des Wurfes stand, eingeschläfert. Bei Ihnen wurden die Organgewichte und der Glykogenspiegel der Leber erfasst.

Insgesamt hatten die normalen Ferkel im Vergleich mit den s-IUGR-Ferkeln 0-12 Stunden (P < 0.001) und 12-24 Stunden nach der Geburt eine höhere Kolostrumaufnahme, höheres Körpergewicht , größere Scheitel-Steiß-Länge, höheren Body Mass Index und Ponderal-Index (P < 0.001) sowie die Tendenz zu einem höheren Vitalitätsindex (P < 0.069). Es bestand eine Zeit x IUGR- Interaktion, die s-IUGR Ferkel wiesen 24 Stunden nach der Geburt einen niedrigeren Blutglukosespiegel (P < 0.001) und einen erhöhten Laktatspiegel (P < 0.001) als die normalen und die m-IUGR-Ferkel auf.

Weitere Unterschiede fanden sich bei den Elektrolyten; die Plasmanatriumkonzentration war bei den normalen Ferkeln am höchsten (P < 0.05) und wies bei der Geburt den höchsten Wert auf (P < 0.05). Die s-IUGR-Ferkel hatten einen höheres Herz- und Hirngewicht (P < 0.001) und ein niedrigeres Lebergewicht (P < 0.001) im Verhältnis zum Körpergewicht verglichen mit normalen Ferkeln. Außerdem verfügten die s-IUGR-Ferkel über weniger Glykogen als m-IUGR und normale Ferkel.

Die vorliegende Studie zeigt, dass die Physiologie der Ferkel in der kolostralen Phase vom IUGR- Status bei der Geburt beeinflusst wird und das der Intermediärstoffwechsel durch unterschiedliche Kolostrumaufnahme verändert wird. Außerdem konnte gezeigt werden, dass die Kopfform neugeborener Ferkel als Selektionskriterium für Tiere mit Bedarf an oraler Kolostrumsupplementation geeignet ist.

Intrauterine growth restricted piglets defined by their head shape ingest insufficient amounts of colostrum. C. Amdi, U. Krogh, C. Flummer, N. Oksbjerg, C. F. Hansen, and P.K. Theil. J ANIM SCI jas.2013-6824; published ahead of print October 1, 2013, doi:10.2527/jas.2013-6824

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