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Einfluss der genetischen Variabilität und geographischen Verteilung von PRRSV auf die Infektiösität und auf das Schweinewachstum

Die genetische Variabilität von PRRSV, die durch eine lokale und zeitliche Entwicklung auf Betriebsebene bestimmt ist, sollte bei der Prävention beachtet werden.

Mittwoch 2 Oktober 2013 (vor 4 Jahre 9 Monate 16 Tage)

Das Porcine Reproductive and Respiratory Syndrome (PRRS) ist eine verheerende Erkrankung für die Schweineindustrie. In dieser Studie untersuchten wir die Variabilität des PRRS Virus (PRRSV), sowie den Zusammenhang zwischen genetischer Variabilität und der geographischen und zeitlichen Verteilung der PRRSV Stämme. Außerdem analysierten wir den Zusammenhang zwischen dem Glykosylierungsverhalten der PRRSV Sequenzen und dem Schweinewachstum.

Ergebnisse

Die gefundenen Daten zeigen, dass sich PRRSV Stämme schnell in den einzelnen Betrieben weiterentwickeln und diese zeitliche Entwicklung von PRRSV ein entscheidender Faktor der genetischen Variabilität ist. Die Auswertung der Glykosylierungsstellen im Glykoprotein 5 (GP5) weist darauf hin, dass die PRRSV Isolate sieben Kombinationen möglicher N-verknüpfter Glykosylierungsstellen besitzen, von denen die N37/46/53 Stelle in 79% der Sequenzen gefunden wurde. Es wurde kein signifikanter Zusammenhang zwischen der genetischen Variabilität der PRRSV Stämme und der geographischen Entfernung gefunden. Dagegen bestand ein signifikanter Zusammenhang zwischen genetischer Variabilität und Zeitpunkt der Probennahme, wenn der Betrieb als ein Faktor in der Analyse betrachtet wurde. Ferner konnte gezeigt werden, dass kommerziell erworbenes Sperma von Besamungsstationen keine Quelle für die Übertragung darstellte.

PRRS Viren mit der Glykosylierungsstelle an Position N46 (N46+) hatten einen stärkeren Einfluss auf die Schweinegesundheit und dementsprechend zeigten die betroffenen Schweine geringere tägliche Zuwächse im Vergleich zu den Tieren, die mit PRRS Viren ohne Glykosylierung an der Position N46 (N46-) infiziert waren. Außerdem konnte diese Studie zeigen, dass die Anzahl der mit PRRSV infizierten Ferkel pro Wurf bei der Landrasse niedriger war im Vergleich zu anderen untersuchten Zuchtlinien (Large White, Duroc und Pietrain).

Schlussfolgerung

Die genetische Variabilität von PRRSV, die durch eine lokale und zeitliche Entwicklung auf Betriebsebene bestimmt ist, sollte bei der Prävention beachtet werden. Des Weiteren könnte der Zusammenhang zwischen dem Glykosylierungsverhalten und der Virulenz bei der Impfstoffentwicklung von Interesse sein. Die Unterschiede hinsichtlich natürlicher Resistenzen bei unterschiedlichen Schweinerassen könnten neue Wege für die genetische Selektion auf Robustheit gegen PRRSV Infektionen öffnen.

B.Badaoui, R.Grande, S.Calza, M.Cecere, M.Luini, A.Stella and S.Botti. Impact of genetic variation and geographic distribution of porcine reproductive and respiratory syndrome virus on infectivity and pig growth. BMC Veterinary Research 2013, 9:58 doi:10.1186/1746-6148-9-58

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