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Nutzung von Daten elektronischer Fütterungseinrichtungen bezüglich Futteraufnahmemenge und -häufigkeit als Hinweis bei beginnender Schwanzbeißerproblematik

Daten elektronischer Fütterungseinrichtungen bezüglich Futteraufnahmemenge und -häufigkeit können auf beginnende Schwanzbeisserproblematik hinweisen.

Mittwoch 28 August 2013 (vor 4 Jahre 7 Monate 24 Tage)

Das Langzeitziel dieser Studie war es,Anzeichen oder Indikatoren beginnender Schwanzbeißerproblematik mittels Auswertung von Daten aus Futterautomaten zu identifizieren.Die Studie basiert auf Informationen über die tägliche Futteraufnahme (daily food consumption(DFC) und die Zahl der Besuche am Futterautomaten je Tag (daily frequency of feeder visits/DFV). Die Daten wurden aus Futterautomaten von 460 unkastrierten Ebern aus Buchten mit Schwanzbeißproblematik (Tail biting pens/TB-pens, n=21) und Kontrollbuchten (C pens,n=21) ermittelt. Die Studiendauer umfasste den Zeitraum von 10 Wochen vor dem ersten Schwanzbeißen bis 10 Wochen nach dem ersten Auftreten von Schwanzbeißen.

Im Ergebnis zeigt sich 6-9 Wochen vor dem ersten Auftreten von Schwanzbeißen eine niedrigere DFV bei Schweinen aus den Buchten mit Schwanzbeißproblematik, verglichen mit den mit den Schweinen aus den Kontrollbuchten (erste Behandlung aufgrund von Schwanzbeißen;P≤ 0.1,frei von Verletzung=487) aber eine höhere DFV bei Opfern des Schwanzbeißens 2-5 Wochen vor dem erstmaligen Auftreten von Schwanzbeißen verglichen sowohl mit anderen Tieren aus den Buchten mit Schwanzbeißen als auch mit Tieren aus den Kontrollbuchten (P< 0.1,frei von Verletzung=6500). Dahingegen hatten die Opfer des Schwanzbeißens einen niedrigeren DFC während und nach dem Auftreten von Schwanzbeißen [Woche 0 bis 2 nach dem ersten Auftreten von Schwanzbeißen (P< 0.1, frei von Verletzung = 6500)].

Zusammenfassend kann gesagt werden, daß die Daten aus elektronischen Fütterungseinrichtungen für die Überwachung der Schwanzbeißerproblematik bei Schweinen verwendet werden können.Weniger Besuche am Futterautomaten können buchtenweise beobachtet und schon 9 Wochen vor dem eigentlichen Beginn des Schwanzbeißens darauf hinweisen.Darüber hinaus kann eine erhöhte Fütterungsfrequenz einzelner Schweine in potentiellen "Schwanzbeißerbuchten" Hinweise darüber liefern, welche Schweine zu Opfern von Schwanzbeißen werden könnten.Weiterhin unterstützen die Ergebnisse dieser Studie die Feststellung vorangegangener Untersuchungen, dass Tiere mit angebissenen Schwänzen weniger Futter konsumieren.

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Wallenbeck A. and L.J. Keeling. 2013. Using data from electronic feeders on visit frequency and feed consumption to indicate tail biting outbreaks in commercial pig production. J. Anim. Sci. Published online before print March 11, 2013, doi: 10.2527/jas.2012-5848

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