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Neue Seuchenbekämpfungsstrategien auf dem ersten internationalen PRRS-Kongress in Europa vorgestellt

Auf dem Internationalen Kongress über das Porzine Reproduktive und Respiratorische Syndrom 2015 wurden die jüngsten Fortschritte im Verständnis einer der wichtigsten Schweinekrankheiten der Welt und neue Möglichkeiten ihrer Bekämpfung vorgestellt.

Donnerstag 11 Juni 2015 (vor 3 Jahre 10 Tage)

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Auf dem unlängst in Belgien veranstalteten Internationalen Kongress über das Porzine Reproduktive und Respiratorische Syndrom 2015 wurden die jüngsten Fortschritte im Verständnis einer der wichtigsten Schweinekrankheiten der Welt und neue Möglichkeiten ihrer Bekämpfung vorgestellt.

Der IPRRS-Kongress ist das führende weltweite Forum für den Austausch von Informationen zwischen Veterinärwissenschaftlern und Tierärzten über die neuesten Strategien zur PRRS-Bekämpfung.

Die jährliche internationale Tagung fand mit dem im Juni im belgischen Gent ausgerichteten IPRRS 2015 zum ersten Mal in Europa statt, denn mit Ausnahme der 2013 in Asien veranstalteten Ausgabe wurden seit 2004 alle früheren Kongresse in Nordamerika organisiert.

Als einer der Sponsoren der Genter Veranstaltung umfasste das Exponat der Boehringer Ingelheim Animal Health eine Leinwand, auf der eine neue Website angezeigt wurde, die sich ausschließlich mit PRRS befasst. Die Website www.prrs.com wurde von der Gesellschaft ins Leben gerufen, um all jenen, die sich auf der ganzen Welt an der Bekämpfung der Seuche beteiligen, als Ressource und Referenz zu dienen. Sie vereint sowohl Nachrichten als auch Forschungsberichte, fachliche Beratung und Schulungsmaterialien rund um PRRS.

Darüber hinaus fanden am Ausstellungsstand der Boehringer Ingelheim informelle Gesprächsrunden statt, in denen sich die Kongressteilnehmer mit einer speziell zusammengestellten internationalen Expertengruppe über die praktischen Aspekte der PRRS-Bekämpfung in Schweinebeständen austauschen konnten.

Zum Abschluss des Kongresses wurde am Freitag, dem 5. Juni, ein Sonderseminar mit dem Titel „PRRS-Bekämpfung: praktische Anwendung der Wissenschaft, 20 Jahre Erfahrung“ veranstaltet.

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Prof. Bob Morrison von der Universität Minnesota behandelte die systematische Erhebung von Prävalenzdaten in den USA, während der amerikanische Tierarzt Dr. Gordon Spronk die PRRS-Bekämpfung vom praktischen Standpunkt aus erörterte. Gegenstand des Vortrags von Dr. PH Rathkjen war der umfassende 5-Step-Process, der von Boehringer Ingelheim entwickelt wurde, um ihren Kunden als Leitfaden für ihre Seuchenbekämpfungsstrategien und die korrekte Anwendung eines PRRS-Impfschemas in ihren Beständen zu dienen. Das Seminar wurde fachmännisch von Dr. Tom Wetzell moderiert.

Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Bekämpfung von PRRS sind die Experten der Boehringer Ingelheim fest davon überzeugt, dass nur der Ansatz der Herdenimpfung im Rahmen des Immunmanagements eine effektive PRRS-Bekämpfung ermöglicht, d. h. die Impfung ganzer Bestände unter Einbeziehung von Sauen und Ferkeln. Sie räumen jedoch auch ein, dass die Bekämpfung von PRRS mehr beinhaltet als nur die Impfung. Die PRRS-Bekämpfung erfordert in der Praxis ein umfassendes Verständnis der Krankheit und des bedrohten Produktionssystems, den Einsatz verschiedener Managementinstrumente und einen systematischen Managementansatz.

Weitere Informationen über den 5-Step-Process können über http://www.prrs.com/en/prrs-control/5-step-process abgerufen werden. Zusammengefasst stellen sich die fünf grundlegenden Schritte wie folgt dar: (1) Identifizierung der gewünschten Ziele, (2) Ermittlung des derzeitigen PRRS-Status, (3) Verständnis der bestehenden Einschränkungen, (4) Entwicklung von Lösungsansätzen, (5) Umsetzung und Monitoring der gewählten Lösung

Als treibende Kraft hinter der Veranstaltung des IPRRS-Kongresses und des abschließenden Seminars stand das Bewusstsein, dass PRRS weiterhin eine ernsthafte Bedrohung darstellt. Die Krankheit ist nicht nur in kommerziellen Schweinehaltungsbetrieben auf der ganzen Welt verbreitet, sondern wirkt sich auch erheblich auf die Produktionskosten der betroffenen Betriebe aus, da sie Atemwegserkrankungen bei Mast- und Schlachtschweinen sowie Reproduktionsstörungen in Sauenbeständen und eine erhöhte Ferkelmortalität verursacht. Laut einer Schätzung, die auf dem jüngst von Boehringer Ingelheim Animal Health veranstalteten EuropeanPRRSpective Symposium vorgelegt wurde, belaufen sich die jährlich von der Krankheit verursachten Kosten allein in Europa auf über 1,5 Milliarden Euro.

11. Juni 2015 – Boehringer

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