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Zahl der Campylobacter- und Listeria-Infektionen in der EU steigt weiter

Die Zahl der Fälle von Listeriose und Campylobacteriose beim Menschen nahm im Jahr 2014 erneut zu, womit sich die seit 2008 beobachtete steigende Tendenz fortsetzte.

28 Januar 2016
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Die Zahl der Fälle von Listeriose und Campylobacteriose beim Menschen nahm im Jahr 2014 erneut zu, womit sich die seit 2008 beobachtete steigende Tendenz fortsetzte. Bei Salmonellose-Fällen kam es erstmals seit 2008 zu einer leichten Erhöhung. Dies sind die Hauptergebnisse des jüngsten Jahresberichts von EFSA und ECDC zu Zoonosen und lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen in der Europäischen Union.

Die Zahl der gemeldeten Listeriose-Infektionen beim Menschen stieg im Vergleich zu 2013 um 16%: insgesamt gab es 2.161 bestätigte Fälle im Jahr 2014. Obwohl es sich hierbei um eine relativ kleine Zahl handelt, ist der Anstieg der gemeldeten Listeriose-Fälle insofern besorgniserregend, da die Überwachung dieser Infektionen sich auf schwere Formen der Erkrankung konzentriert, die mit höheren Sterberaten verbunden sind als andere durch Lebensmittel übertragbare Krankheiten, insbesondere bei älteren Menschen und Patienten mit geschwächtem Immunsystem. Allerdings überschreitet Listeria monocytogenes, das Bakterium, das bei Menschen und Tieren Listeriose verursacht, nur selten die gesetzlichen Grenzwerte in verzehrfertigen Lebensmitteln – der häufigsten Lebensmittelquelle für Infektionen beim Menschen.

Campylobacteriose ist weiterhin (seit 2005) die am häufigsten gemeldete lebensmittelbedingte Krankheit in der EU. Für 2014 betrug die Zahl der bestätigten Fälle in der EU 236.851, was einen Anstieg um 22.067 Fälle (10%) im Vergleich zu 2013 bedeutet. Die Mehrzahl der EU-Mitgliedstaaten meldete für 2014 einen Anstieg der Campylobacteriose-Fälle, der sich teilweise durch Verbesserungen des Überwachungssystems bzw. der Diagnostik für Campylobacteriose erklären lässt, die in den vergangenen Jahren in mehreren Mitgliedstaaten zu konstatieren waren. In Lebensmitteln sind Campylobacter überwiegend in Hühnerfleisch zu finden.

Bei Salmonellose-Fällen kam es 2014 erstmals im Zeitraum 2008-2014 zu einem leichten Anstieg, was teilweise auf Änderungen in der Zahl der meldenden Mitgliedstaaten zurückzuführen ist. Allerdings war für den Sieben-Jahres-Zeitraum von 2008 bis 2014 ein statistisch signifikanter Abwärtstrend bei Salmonellosen zu beobachten. Dies ist hauptsächlich auf die erfolgreiche Umsetzung der von den EU-Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission eingeführten Salmonellen-Kontrollprogramme für Geflügelfleisch zurückzuführen. Die Zahl der in der EU gemeldeten Salmonella-Ausbrüche ist seit 2008 um 44% zurückgegangen.

Donnerstag, 17. Dezember 2015/ EFSA/ Europäischen Union.
www.efsa.europa.eu

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