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FAO: Weltproduktion von Schweinefleisch im Jahr 2018

Laut Angaben der FAO verzeichnete die weltweite Schweinefleischproduktion 2018 ein leichtes Wachstum, während die Weltexporte im Jahresvergleich um 1,6 % zunahmen.

Donnerstag 9 Mai 2019 (vor 1 Monate 9 Tage)
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Laut dem FAO-Bericht über die Entwicklungen auf den Weltfleischmärkten im Jahr 2018 „Meat market review: Overview of global meat market developments in 2018“ wird die weltweite Schweinefleischproduktion im Jahr 2018 auf 120,5 Mio. Tonnen geschätzt, was einem leichten Wachstum von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

  • In China kam der Rückgang der Schweinefleischproduktion angesichts des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP), die bis Ende Dezember bereits zur Keulung von 950.000 Schweinen geführt hatte, nicht ganz unerwartet. Bevor sich die ASP ausbreitete, befand sich die Branche auf dem Wege der Erholung, obwohl einerseits der Anstieg der Futtermittelkosten, verursacht durch den Anstieg der Sojapreise, der wiederum auf die zunehmende Abhängigkeit von Mischfuttermitteln im industriellen Produktionssystem zurückzuführen ist, und andererseits der Handelsstreit mit den USA, der zu höheren Zöllen auf Importsoja führte, bereits Anlass zur Sorge gaben.
  • In Brasilien blieb die Schweinefleischproduktion rund 3 Prozent hinter den Zahlen des Jahres 2017 zurück. Zu Beginn des Jahres litt die Produktion unter dem Einbruch der Importnachfrage infolge der Aufdeckung von betrügerischen Machenschaften bei der Kontrolle von Fleischprodukten, auch bekannt als Operation "Carne Fraca". Später führte der Streik der LKW-Fahrer in mehreren Gebieten Brasiliens zu einer Unterbrechung der Nahrungsmittelversorgung und der Transporte von Tieren und Fleisch zu den Märkten. Darüber hinaus stiegen die Maispreise um mehr als 50 Prozent, während die Erzeugerpreise sanken, was die Anreize für die Erzeuger weiter schwächte.
  • In Vietnam ist die Schweinefleischproduktion im Jahr 2018 den Schätzungen zufolge um 2,4 Prozent gesunken, was auf die Marktinstabilität der letzten Jahre zurückzuführen ist. Nach mehreren Jahren Produktionswachstum kam es zu einem Überangebot, das 2017 zu einem Einbruch der Schweinefleischpreise führte. Aufgrund der daraus resultierenden Einkommensverluste bei den Schweinezüchtern wurden die Bestände reduziert. Doch nach den Ausbrüchen der Afrikanischen Schweinepest in der Europäischen Union im Jahr 2018 setzte die Regierung die Importe aus und erhöhte die Marktpreise Mitte 2018 um fast 200 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
  • In der Ukraine ging die Schweinefleischproduktion im dritten Jahr in Folge zurück, wofür eine Reihe von Faktoren verantwortlich ist: die Verringerung des Zuchtsauenbestandes, die ASP-Ausbreitung, eine sinkende Verbrauchernachfrage aufgrund der schwachen Kaufkraft, die Verringerung staatlicher Subventionen und der Verlust ausländischer Märkte.

Demgegenüber standen folgende Entwicklungen:

  • In der Europäischen Union stieg die Schweinefleischproduktion nach einem Rückgang im Jahr 2017 um 2,5 Prozent auf 24,3 Mio. Tonnen im Jahr 2018 an, getrieben vor allem durch die vorteilhaften Binnenpreise, die zu einer Ausweitung der Schweinebestände führten. Ab Mitte 2018 begannen die Preise jedoch aufgrund des Rückgangs der Importaufträge zu schwächeln.
  • Den Schätzungen zufolge ist die Schweinefleischproduktion in den USA im Jahr 2018 um 2,9 Prozent auf fast 12 Mio. Tonnen gewachsen. Der Anstieg der Schlachtungen ist auf die Aufstockung des Schweinebestands zurückzuführen, der zum 1. September auf 75,5 Mio. Tiere geschätzt wurde, der größte seit 2009.
  • In der Russischen Föderation wird die Schweinefleischproduktion des Jahres 2018 auf 3,8 Mio. Tonnen geschätzt, das sind fast 8 Prozent mehr als 2017, was das konstante Wachstum der Branche in den letzten Jahren belegt. Ein maßgeblicher Faktor war dabei der zunehmende Beitrag von Großbetrieben, die gut mit anderen landwirtschaftlichen Tätigkeiten wie etwa der Maisproduktion verzahnt sind.

April 2019/ FAO.
http://www.fao.org

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