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Wirkung der Influenzaimpfung auf die aerogene Übetragungsrate

In dieser Studie konnte eine durch die Impfung verminderte Viruslast im Versuchstier und in der Luft nachgewiesen werden.

Mittwoch 19 März 2014 (vor 4 Jahre 1 Monate 2 Tage)

Das Ziel dieser Studie war es, einen hemmenden Effekt der Influenzaimpfung bei Schweinen auf die aerogene Verbreitung des Virus zu untersuchen.

Der Versuch wurde an 33 drei Wochen alten Ferkeln einer in Bezug auf Influenza seronegativen Herde durchgeführt.Die Ferkel wurden mit 3 und 5 Wochen in vier unterschiedlichen Varianten geimpft:

a)mit einer autogenen Vakzine (HOM), b) mit einer kommerziell erhältlichen monovalenten Vakzine (MON), c) mit einer kommerziell erhältlichen polyvalenten Impfung (MULTI) und d) mit Kochsalzlösung (KTRL).

Die kommerziellen Impfstoffe wurden als heterolog betrachtet ( < 95% Homologie zum Testvirus, verifiziert mittels Hämagglutininsequenzierung) und enthielten pandemisches H1N1-Virus ( MON-Gruppe) oder H1N1,H1N2 und H3N2-Stämme (HET-Gruppe).Die autogene Vakzine wurde aus einem A/ Sw/IA/00239/04 H1N1-Stamm gewonnen.Die Schweine wurden zwei Wochen nach der letzten Impfung intratracheal und intranasal inokuliert. Es wurden Nasentupfer gewonnen und mittels quantitativer Real-Time PCR analysiert. Drei mal täglich wurden Speichel- und Luftproben gesammelt und ebenfalls mittels quantitativer Real-Time PCR und Virusisolation untersucht.

Die Ergebnisse der Nasentupfer ergaben, das alle Tiere aus der Kontrollgruppe und alle Tiere außer einem aus der HET-MULTI-Gruppe Influenza- positiv waren.In der HET-MON-Gruppe waren 5 von 9 Tieren positiv, in der HOM-Gruppe war lediglich ein Tier positiv.In der beprobten Luft der geimpften Gruppen war kein Virus nachweisbar.In der Kontrollgruppe dagegen waren in der quantitativen Real-Time PCR 2,3 und 4 d.p.i (Tage post Inokulation) Luftproben positiv.Allerdings konnte aus diesen Luftproben kein Virus isoliert werden.Die Durchschnittstemperatur betrug 28°C (24°-33°), die Luftfeuchtigkeit 53% (36%-75%).

In dieser Studie konnte eine durch die Impfung verminderte Viruslast im Versuchstier und in der Luft nachgewiesen werden.Allerdings war der Virusnachweis auch in den Luftproben der nicht geimpften Gruppe nur begrenzt möglich, was vielleicht an der erhöhten Raumtemperatur oder der Luftfeuchtigkeit gelegen haben mag.Nichtsdestotrotz konnte auch schon Influenzavirus in Aerosolen unter heißen und feuchten Bedingungen nachgewiesen werden.

Daher muss zusammenfassend gesagt werden, dass mehr Studien nötig sind, um die hemmende Wirkung von Impfstoffen auf die aerogene Übertragungsrate unter Feldbedingungen zu untersuchen.

Victor Neira, Cesar Corzo, Matt Allerson, Marie Gramer, Montse Torremorell. Effect of influenza vaccination on influenza bioaerosol generation. Proceedings 2013 AASV Annual Meeting.

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