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Histopathologische Untersuchung von Schweinen nach Inokulation mit dem Torque Teno Sus Virus Typ 2

Diese Studie zeigt eine direkte Beziehung von pathologischen Veränderungen und einer Infektion mit dem porzinen TTSuV2 beim Schwein.

Mittwoch 21 August 2013 (vor 5 Jahre 2 Monate 1 Tage)
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Das porzine Torque Teno Sus Virus (TTSuV) kommt mit seinen beiden Spezies mit einer hohen Prävalenz sowohl bei gesunden als auch bei kranken Schweinen weltweit vor. In den USA, in Europa und in Asien wurde mehrfach von TTSuV-Infektionen mit verschiedenen Genotypen oder Subtypen derselben Spezies berichtet. Allerdings liegen keine Informationen über die histopathologischen Veränderungen vor, die auf eine Infektion mit dem porzinen TTSuV zurückzuführen sind.

6,91 × 107 Genomkopien des porzinen TTSuV, welches positiv auf Torque Teno Sus Virus Typ 2 und negativ auf Torque Teno Sus Virus Typ 1 und Pseudorabies Virus Typ 2 getestet wurde, wurden in Schweinelebergewebe homogenisiert. 1ml dieses Homogenats wurde anschließend an SPF- (specific pathogen-free) Ferkel intramuskulär verabreicht. 3,7,10,14,17,21 und 24 Tage nach der Inokulation wurden eine Sektion und eine histopathologische Untersuchung durchgeführt. Die Kontrolltiere erhielten 1ml steriles DMEM und wurden am Ende der Studie seziert und histologisch untersucht.

Alle Ferkel, denen das TTSuV Typ 2-Homogenat verabreicht wurde, zeigten klinisch keine Symptome. Allerdings wurden histologisch Schäden an Myokard und Endokard, eine interstitielle Pneumonie, eine glomeruläre Nephropathie, eine geringgradige Infiltration von Entzündungszellen in die Portalbereiche der Leber, fokale Blutungen in einigen Pankreasinseln und ein geringer Anteil roter Blutkörperchen in den Venolen der Muscularis mucosae und der äußeren Längsmuskelschicht gefunden. Zusätzlich konnten wenige rote Blutkörperchen in der Mikrovaskulation, eine Infiltration von Entzündungszellen (Lymphozyten und Eosinophile) in die Tonsillen und Hiluslymphknoten, eine Infiltration von Lymphozyten und Nekrose oder Degeneration sowie fokale Gliose von Lymphozyten in der parakortikalen Zone beobachtet werden.

Die Auswertung dieser Befunde zeigte, dass das porzine TTSuV2 leicht auf TTSuV-negative Schweine übertragen werden kann und dass eine Infektion zu pathologischen Veränderungen bei SPF-Ferkeln führen kann. Die Ergebnisse deuteten allerdings darauf hin, dass in jenen parenchymatösen Organen, besonders des Verdauungs- und Immunsystems, keine deutlichen histopathologischen Veränderungen zu erkennen waren. Infolgedessen schien es kein bedeutender pathologischer Erreger für Hausschweine zu sein. Deshalb könnte das TTSuV2 ein oft unerkanntes pathologisches Virus in Hinblick auf ätiologische Fragestellungen beim Schwein sein. Diese Studie zeigt aber eine direkte Beziehung von pathologischen Veränderungen und einer Infektion mit dem porzinen TTSuV2 beim Schwein.

Mei M, Zhu L, Wang Y, Xu Z, Zhao L, Peng X, Wu Y, Li S, Guo W. Histopathological investigation in porcine infected with torque teno sus virus type 2 by inoculation. Virol J. 2011 Dec 15;8:545. doi: 10.1186/1743-422X-8-545.

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