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Frühzeitige Indikatoren für Eisenmangel bei Absetzferkeln

Die Ergebnisse lassen darauf schließen das Serumeisen- und TBIC-Werte als mögliche Indikatoren für das Vorliegen eines frühen Eisenmangels bei Absetzferkeln genutzt werden können.

Mittwoch 23 Juli 2014 (vor 3 Jahre 8 Monate 29 Tage)

Der Einsatz von Eisen zur Nahrungsergänzung bei neugeborenen Ferkeln ist zurzeit sehr standardisiert, ohne dass Geburtsgewicht, Wachstumsraten oder Absatzalter in den einzelnen Herden berücksichtigt werden. Die Zielsetzung der vorliegenden Studie ist es, herauszufinden ob große Ferkel beim Absetzen einem höheren Eisenmangelrisko ausgesetzt sind als kleinere Ferkel.

Fünf dänische Herden (mit einer minimalen Herdengröße von 1000 Sauen), in denen Nahrungsergänzung mit injizierbarem Eisen durchgeführt wird, wurden zufällig ausgewählt. Innerhalb jeder Herde wurden als Stichproben 20 Würfe kurz vor dem Absetzen und dann jeweils drei Ferkel aus jedem Wurf ausgesucht: das größte Ferkel, ein zufälliges ausgewähltes Ferkel und das kleinste Ferkel. EDTA- und unstabilisierte Blutproben wurden von jedem Ferkel genommen und die Serumeisenkonzentration, die totale Eisen-Bindungsfähigkeit (TIBC) und die Hämoglobinwerte bestimmt.

Insgesamt wurden 296 Ferkel in der Studie untersucht. Die Serumeisenkonzentrationen lag jeweils bei 19.90 (13.50SD), 25.11 (12.38 SD) und 24.56(11.58 SD) μmol/L in den großen, zufällig ausgewählten und kleinen Ferkeln. TBIC Werte in großen, zufällig ausgewählten und kleinen Ferkel lagen jeweils bei 88.64 (17.32 SD), 82.02 (18.36 SD) und 72.50 (19.42 SD) μmol/L. Die Hämoglobinwerte in großen, zufällig ausgewählten und kleinen Ferkel lagen jeweils bei 119.64 (15.5 SD), 121.50 (15.11 SD) und 121.50 (13.19 SD) g/L.

Statistisch vergleichend betrachtet war die Serumeisenkonzentration bei großen Ferkeln geringer als bei zufällig ausgewählten (p=0.004) und kleinen Ferkeln (p=0.009). Die TBIC war bei großen Ferkeln höher als bei zufällig ausgewählten (P=0.01) und kleinen Ferkeln (p<0.0001) und der Werte der zufällig ausgewählten Ferkeln war höher als der Wert der kleinen Ferkeln (p=0.0004). Bezüglich der Hämoglobinkonzentration konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den drei Ferkelgruppen festgestellt werden (p=0.63).

Der Abfall der Serumeisenwerte und der Anstieg von TIBC mit zunehmender Größe bei Ferkeln lassen darauf schließen, das Eisen in größeren Ferkeln schneller genutzt wird, was diese wiederum anfälliger für Eisenmangel macht. Die Hämoglobinwerte der einzelnen Ferkelgruppen unterschieden sich nicht, was darauf schließen lässt, das im Falle eines vorliegenden Eisenmangels ein Abfallen der Hämoglobinwerte erst nach dem Abfall von Serumeisenwerten und dem Anstieg von TIBC stattfindet.

Aus diesen Ergebnissen lässt sich ableiten, dass Serumeisen- und TIBC als mögliche Indikatoren für das Vorliegen eines frühen Eisenmangels bei Absetzferkeln genutzt werden können.

Bhattarai S. Busch M.E., Friendship R., Martineau G. P., Nielsen J. P. Early indicators of iron deficiency in piglets at weaning. 6th European Symposium of Porcine Health Management.

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