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Untersuchung zur Beteiligung von Clostridium perfringens Typ A (cpb2 positiv) bei Saugferkeldurchfall

Die Bestimmung des Gehaltes an Cl. perfringens Typ A (cpb2 positiv) im Darm stellt keine nützliche Methode dar, um die Diagnose einer Cl. perfringens Typ A bedingten Enteritis bei Ferkeln stellen zu können.

Mittwoch 13 November 2013 (vor 4 Jahre 7 Monate 11 Tage)

Um die Beteiligung von Clostridium perfringens Typ A (cpb2 positiv) bei neonataler Diarrhoe zu untersuchen, wurden auf 10 Betrieben sowohl von gesunden Ferkeln als auch von Ferkeln mit Durchfall Proben von Jejunum und Colon genommen. Die Darmproben wurden makroskopisch und histologisch untersucht und zusätzlich auf folgende Erreger und Toxine getestet: Cl. perfringens, Cl. perfringens beta2 (CPB2) Toxin, Clostridium difficile Toxine, Salmonella, enterotoxische Escherichia coli, Rotavirus, Transmissible Gastroenteritis (TGE) Virus und Coccidia.

Die Clostridium perfringens Isolate wurden mithilfe einer multiplex real-time Polymerase Chain Reaction (PCR) untersucht, um das Vorkommen von cpa, typischen und atypischen cpb2, sowie von anderen virulenz-assoziierten Genen nachzuweisen. Der Gehalt an Cl. perfringens im Darminhalt von Ferkeln mit Durchfall war geringer (log10 5,4 KBE/g) als bei gesunden Ferkeln (log10 6,5 KBE/g) (P < 0,05). Das typische cpb2 Gen konnte bei 93% der Isolate in beiden Gruppen nachgewiesen werden, während das atypische cpb2 Gen nur bei 56% der Isolate von gesunden Ferkeln bzw. bei 32% der Isolate von Ferkeln mit Durchfall detektiert wurde (P < 0,05). Der Gehalt an CPB2 Toxin im Darminhalt war nicht signifikant unterschiedlich zwischen den beiden Ferkelgruppen. Der Nachweis von Rotavirus und Toxinen von Clostridium difficile erfolgte bei jeweils 7 der 21 Ferkel mit Durchfall (33%). In 4 Fällen von Durchfall konnten in verschiedenen Kombinationen gleichzeitig Rotavirus, Toxine von Cl. difficile, Salmonella oder enterotoxische E. coli nachgewiesen werden. Die Ursache für das Durchfallgeschehen von 8 der 21 Ferkel (38%) von 6 Betrieben blieb ungeklärt. Außerdem konnte auf 2 Betrieben bei keinem der Ferkel eine eindeutige ätiologische Diagnose für das Auftreten von Durchfall gestellt werden.

Die Bestimmung des Gehaltes an Cl. perfringens Typ A (cpb2 positiv) im Darm stellt keine nützliche Methode dar, um die Diagnose einer Cl. perfringens Typ A bedingten Enteritis bei Ferkeln stellen zu können. Ob cpb2 positive Typ A Isolate von Cl. perfringens eine pathogene Rolle bei Darminfektionen von neonatalen Schweinen spielen, muss durch weitere Untersuchungen geklärt werden.

A. Farzan, J. Kircanski, J. DeLay, G. Soltes, J. G. Songer, R. Friendship, J.F. Prescott. An investigation into the association between cpb2-encoding Clostridium perfringens type A and diarrhea in neonatal piglets. Canadian Journal of Veterinary Research. January 2013.

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