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Auswirkungen des Futterzusatzes von zwei Kaliumformiaten auf die Leistungen von 8- bis 22-kg Schweinen

Der Zusatz von 1,56% Kaliumformiat oder 1,20% Kaliumdiformiat verbesserte die Leistung von Absetzferkeln.

Mittwoch 20 November 2013 (vor 4 Jahre 11 Monate 2 Tage)
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Fütterungsantibiotika (AB) wurden in der Vergangenheit als Wachstumsförderer verwendet. U.a. aufgrund möglicher bakterieller Resistenzen ist der Gebrauch von AB als Wachstumsförderer in der Europäischen Union seit 2006 verboten. Aus diesem Grund wird nach Alternativen zu den AB gesucht. Innerhalb der Gruppe der Futtermittelzusatzstoffe wurden organische Säuren immer wieder als eine mögliche Alternative vorgeschlagen. So wurde berichtet, dass der diätetische Einsatz organischer Säuren die mikrobiologische Darmflora reguliert und die Leistung von Schweinen verbessert. Veröffentlichte Daten zu den Auswirkungen von Kaliumformiat (KF; pH 6,0–8,5) auf die Leistung von Schweinen sind im Vergleich zu Kaliumdiformiat (KDF; pH 4,1–4,5) kaum vorhanden. Deshalb bestand das Ziel dieser Studie darin, die Auswirkungen des Futterzusatzes von KF oder KDF auf die Leistungsparameter von 8- bis 22-kg Schweinen zu untersuchen.

Die Studie wurde in einem kommerziellen Betrieb in Segovia (Spanien) durchgeführt. In den 35-tägigen Versuch wurden insgesamt 144 abgesetzte Ferkel einbezogen. Das Absetzalter betrug 28 Tage und das Absetzgewicht lag bei 7,9 ± 0,69 kg. Die Tiere wurden zu 6 Schweinen (3 weibliche und 3 männlich-kastrierte) pro Bucht gehalten und es wurden 8 Buchten pro Versuchsgruppe untersucht. Die Schweine wurden 3 Fütterungsgruppen zugeordnet. Das Futter basierte auf Mais (Zea mays), Weizen (Triticum aestivum) und Sojabohnenmehl (Glycine max) für jeden Prestarter (Tag 1-14) und jedes Starter-Futter (Tag 15-35). Der Grundration wurde für die Versuchsgruppe 2 bzw. 3 1,2% KDF bzw. 1,56% KF im Austausch zur Maisstärke zugesetzt. So konnte ein konstanter Fomiatgehalt im Futter sichergestellt werden. Das verwendete Futter enthielt keine AB. Das Körpergewicht der Schweine sowie der Futterverbrauch wurden in 7-tägigen Abständen erfasst, um daraus den täglichen Zuwachs, die tägliche Futteraufnahme und die Futterverwertung berechnen zu können. Eine Bewertung der Kotkonsistenz (0 = normal, 1 = leichte Diarrhoe, 2 = mittelgradige Diarrhoe und 3 = schwere Diarrhoe) und die Behandlungen pro Bucht wurden täglich dokumentiert.

Die tägliche Futteraufnahme unterschied sich während der Prestarter-, Starter- oder Gesamtperiode nicht zwischen den einzelnen Versuchsgruppen. Der tägliche Zuwachs sowie die Futterverwertung waren beim Zusatz von KDF oder KF während der Prestarter-Phase nicht beeinflusst. Der Zusatz von KDF und KF zur Grundration steigerte (P < 0,01) den täglichen Zuwachs und das finale Körpergewicht und verbesserte die Futterverwertung (P < 0,05) bezogen auf die Starter- und auf die gesamte Versuchsperiode (35 Tage). Die Leistungen der Versuchsgruppe mit dem Zusatz von KF entsprach den Leistungen der Versuchsgruppe mit dem Zusatz von KDF. Durchfallerkrankungen wurden in der ersten Woche beobachtet und ungefähr 30% der Ferkel erhielten eine Behandlung gegen die Diarrhoe. Dabei wurden keine Unterschiede (P > 0,05) zwischen den Versuchsgruppen in Bezug auf Behandlungshäufigkeit oder Kotkonsistenz festgestellt. Insgesamt verbesserte der Zusatz von 1,56% KF oder 1,20% KDF die Leistungen von abgesetzten Ferkeln.

J.K. Htoo and J. Molares. Effects of dietary supplementation with two potassium formate sources on performance of 8- to 22-kg pigs. J ANIM SCI 2012, 90:346-349. doi: 10.2527/jas.53776

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